Konzertfotos mit dem Smartphone

Die meisten Menschen besitzen heute ein Smartphone. All diese Geräte haben heute recht hochauflösende Kameras verbaut und somit fotografieren viele heute nur noch damit und zwar alles, was ihnen vor die Linse kullert.

Lohnt es sich überhaupt, ein Smartphone / Handy mit ins Konzert zu nehmen für Fotos oder Videos?

Ein ganz klares: Jein.

Wann ist das Smartphone im Konzert nutzbar?

Bei Fotos
  • Maximal 3 Reihen von der Bühne entfernt
  • bei viel Licht auf der Bühne
  • Wenn das Smartphone nicht älter als Produktionsjahr 2016 ist

Ganz wichtig ist: NICHT den Zoom verwenden! Ausnahme: der Wechsel bei bestimmten iPhone Modellen auf die “Telelinse”. Der Zoom auf dem Handy(display) ist nur ein Digitalzoom. Das gleiche Ergebnis erreicht man, wenn man ohne Zoom fotografiert und den betreffenden Teil dann herausschneidet.

Ebenfalls wichtig: BLITZ AUS! Der bringt nämlich exakt null Wert für das Foto, geht aber Künstlern wie Konzertbesuchern auf die Nerven oder besser gesagt, direkt ins Auge. Der Blitz ist nur punktuell und die Reichweite ist sehr gering.

Wenn es im Konzert dunkel ist, oder Lichter nur HINTER der Band hängen und kein Licht von vorn kommt, lasst das Smartphone in der Hosentasche. Zwar mögen die Smartphones heute hohe Auflösung haben, aber diese drängelt sich auf einem winzigkleinen Sensor. Hierdurch werden die eintreffenden Pixel maximal komprimiert und drängeln, zusätzlich rauschen diese Sensoren massiv, wenn nicht genug Restlicht vorhanden ist. Dann sehen die Fotos nur noch grisselig und unscharf aus. Gleiches passiert beim Display-Zoom. Es wird ein Bild auf den Sensor gebannt, ausgeschnitten und künstlich großgezogen, die Pixel also aufgeblasen. Das kann nicht schön aussehen. Hier gehen alle möglichen Details einfach in einer matschigen Suppe unter.

Steht man hingegen ganz vorn und die Bühne und die Band sind gut ausgeleuchtet, kann man den ein oder anderen Schnappschuss wagen. Wichtig ist hierbei, dass das Gerät mindestens aus 2016 oder neuer stammt. Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Technik soweit entwickelt, dass die Fotos auch bei schlechterem Licht besser werden.

iPhone-Besitzer: Bitte nicht vom Retina-Display täuschen lassen! Dieses Display hat so kleine Pixel, dass das menschliche Auge sie nicht mehr auflösen kann. Daher sehen auf einem iPhone Display Fotos immer brilliant aus. Schaut man sie sich dann aber auf dem Computer an, kommt schnell das böse Erwachen. Mit Handyfotos druckt man auch kein Fotobuch oder Leinwand, wenn sie nicht im strahlenden Sonnenschein aufgenommen wurden.

Bei Videos
  • überall in der Halle nutzbar
  • höchstmögliche Videoqualität einstellen, mindestens Full HD

Filmen kann man mit den Smartphones hingegen sehr gut. Hier sollte man immer die höchstmögliche Auflösung wählen. Wenn es 4K kann, nehmt 4K. Wenn es FullHD kann, dann stellt auf 60fps um. Natürlich sollte genug Speicherplatz frei sein, die Datenmengen sind bei solchen Videos sehr gross.

Auch hier gilt: Den Displayzoom bitte NICHT verwenden. Beim Doppelkamera-iPhone nicht unbedingt während des Filmens die Kameralinse wechseln, das gibt hässliche Hüpfer.
Ganz wichtig: QUER HALTEN! – Euer TV zu Hause steht ja auch nicht hochkant ;)

Den Videoscreen sollte man nicht unbedingt filmen, ausser man ist bei U2 und kann auf einen 4K oder 8K Screen schauen, dieser ist fein genug aufgelöst und läuft flüssig genug, um den Handysensor nicht zu irritieren. Mit den meisten anderen Videoscreens bekommt man häufig gestreifte, fehlfarbige Flimmerbilder.

Fazit

Wer kein aktuelles Handy besitzt, weiter hinten steht und/oder wenn die Beleuchtung zu schlecht ist, macht ein Erinnerungsknipsbild und steckt das Telefon wieder ein. Ihr ärgert eucht sonst nur über die schlechten Bilder.

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