You Me At Six – Leipzig, 04. Februar 2019 (Hot Milk, Big Spring)

Am 4.2. war es soweit, mein Konzertjahr startete endlich. Und das gleich mit einem Dreifachen Highlight in der Halle D des Werk 2 in Leipzig.

Nachdem ich mich brav 20 Minuten noch angestellt und vor mich hin gefroren habe, ging um 19 Uhr die Tür auf und ich watschelte gemütlich in die erste Reihe.

Kurz vor 20 Uhr betrat dann der erste Support Act die Bühne.

hot milk

Nein, meine Shift-Taste klemmt nicht, sie schreiben sich selbst klein. Die 3 Jungs und 1 Mädel stammen aus Manchester und bezeichnen ihre Musik als Emo-Indie. Bisher nur einen Song veröffentlicht und erst Ende 2018 überhaupt irgendwo im Internet aufgetaucht, spielen sie heute gleich 6 Songs. Hannah teilt sich die Gesangsparts mit dem Gitarristen und spielt auch selbst Gitarre. So jung sie sind, so ein mächtiges Gitarrenbrett liefern sie ab. Mit großer Spielfreude begeistern sie das Publikum und das macht auch eifrig mit, wenn zum Hüpfen aufgerufen wird.
Ich stand direkt vorm Bassisten, der mich im zweiten Song direkt mal persönlich begrüßt hatte.
Nicht nur Krach machen, auch ein ruhiger Titel findet den Weg ins Set und alle halten artig ihre Handy-Lampen in die Luft.

Zwar war der Ton seitens Werk 2 deutlich zu laut gedreht, aber hot milk machen wirklich sehr viel Spass und haben auch viel Spass. Solltet ihr euch unbedingt mal ansehen!

Ihre erste Single heißt “Awful Ever After” und wurde als Setabschluss platziert:

Big Spring

Nach einer Umbaupause war dann Big Spring als zweiter Support an der Reihe. Der Sänger kam in einem (vermutlich und hoffentlich falschen) Pelzmantel auf die Bühne, den er aber dann doch sofort ablegte. Auch die Jungs kommen aus England und machen laute Rockmusik, ich würde es als Alternative Hardrock bezeichnen, das fasst es glaub ich ganz gut zusammen.

Mit 7 Songs dürfen die vier Herren dann schon einen Moment länger. Der Sänger sucht den Kontakt zum Publikum, klettert immer wieder auf die Absperrung und die Zuhörer quittieren mit lautem Applaus.

Auch hier leider die Anlage noch einen Tick zu laut gedreht. Spass gemacht hat es trotzdem! Die Band hielt sich anschliessend bis nach dem Konzert am Merch Stand auf, gab Autogramme und unterhielt sich mit den Fans.

You Me At Six

Dann endlich um halb 10 war es soweit und der Hauptact betrat das Geschehen. Sofort wird schnell und laut losgelegt mit “Fast Forward” aus dem neuen Album. Die erste halbe Stunde geht es Schlag auf Schlag, 5 bestens gelaunte Briten dreschen fröhlich auf ihre Instrumente ein, hüpfen im Gleichtakt und das Publikum macht begeistert und lautstark mit. Zwischendurch muss Josh mal textlich ausgeholfen und eine Strophe abgenommen werden, die Leute singen lauthals mit, die Stimmung ist großartig.

Jeder neue Song wird mit Jubel begrüßt und absolut begeistert aufgenommen. Leider ist zwar der Sound nicht mehr zu laut, aber die Stimme geht vorn in der ersten Reihe komplett im Gitarrenbrett unter. Das tut der Freude auf beiden Seiten der Absperrung jedoch keinen Abbruch, die Laune bleibt konstant großartig und die vorwiegend weiblichen Besucher feiern die Band ausgiebig.

Ruhiger wird es nur einmal, bei “Take on the world”. Die Bühne dunkel, läßt sich die Band nur von den Handylichtern der Fans beleuchten, die Josh diesmal fast übertönen beim Mitsingen.

Nachdem Josh jemanden fand, der auf dem allerersten Konzert seines Lebens war an diesem Abend, erklärte er ausgiebig das Spielchen mit der Zugabe “Da kommt dann dieser Moment, wo die Band sagt, das ist der letzte Song und dann gehen die einfach und wenn ihr dann lange genug schreit, kommt die Band – oh wunder – wieder auf die Bühne. Das ist natürlich ein ziemlich doofes Spiel, aber wir spielen dann jetzt mal unseren letzten Song”.

Nach “Bite My Tongue” verschwinden die Jungs dann auch wie angekündigt und das Publikum spielt das Spiel und jubelt lauthals und verlangt nach mehr. Natürlich kehrt die Band für weitere 4 Songs auf die Bühne zurück.
Beim letzten Song “Underdog” hält es Josh dann nicht mehr auf der Bühne, er springt runter, rennt ins Publikum und tanzt mit seinen Fans.

Ich bin absolut begeistert von dieser Band. Ich hoffe sehr, sie kommen bald wieder. Die machen wirklich ganz viel Spass und man sieht ihnen die Spielfreude an. Ich kann euch diese Indie-Rocker wirklich nur wärmstens ans Herz legen.
Ganz lieben Dank auch an die nette Mitarbeiterin vom Werk 2, die die im Graben verschollenen Plektren aufhob und an die Fans in der ersten Reihe weiterverteilt hat zum Schluss.

Letzte Aktualisierung am 19.02.2019 / *Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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