Tickets richtig sammeln

Seid ehrlich, was macht ihr mit euren Tickets?

Die einen stecken sie an die Pinwand, andere heften sie an den Kühlschrank, manch einer klebt sie in Alben oder bastelt eine Collage an der Wand über die Jahre daraus. Alles nicht ganz so optimal oder?

Ticketarten

Es gibt verschiedene Tickets bzw. Zutrittsberechtigungen. Standardmäßig erhält man bei den “großen” Händlern Tickets auf Thermopapier. Bei diesen sollte man vor allem darauf achten, dass sie nicht heiß werden (Sonne, Heizung) und sie sollten nicht mit folgenden Dingen in Berührung kommen: billige Klarsichthüllen (alles ausser PP), Tesafilm oder Kleber aller Art. Werden sie heiß, wird die Oberfläche schwarz, denn exakt mit Hitze wurde einst der schwarze Text aufgedruckt. Die anderen Stoffe sorgen dafür, dass sich genau diese “Farbe” wieder ablöst oder über die Jahre verblasst, bis sie verschwindet. Auch Licht kann das verursachen bei den älteren Computertickets. Daher immer kühl, trocken und dunkel lagern!

Fantickets

Eventim bietet seit einigen Jahren sogenannte Fantickets an. Diese sind zwar ebenfalls Computertickets, sind aber deutlich widerstandsfähriger gegenüber Licht und Hitze und diversen Stoffen, da sie tatsächlich wieder BEDRUCKT sind und mit einer dünnen Schutzschicht versehen.

Collector Tickets

Ticketmaster bietet an dieser Stelle bei bestimmten Künstlern/Veranstaltungen seine “Collector Tickets” an. Diese kosten einen Aufpreis und es handelt sich dabei um Scheckkartengroße Plastikkarten mit Loch und ein Schlüsselband zum Anhängen und Umhängen gibt es auch gleich dazu.

Diese sind mit Kartendruckmaschinen bedruckt und anschliessend foliert, so halten sie beinah ewig.

Pässe

Wer anderweitig Zutritt erhält, z.B. Backstage, Presse oder Gästetickets, erhält hier meistens Stoffaufkleber, die dann wahlweise mit einem Datum beschriftet werden. Möglich sind auch (wenn tourweit gültig) laminierte Tickets, etwas größer als eine Scheckkarte.

Digitale Tickets

Bei der U2 Tour 2015 verkaufte Eventim die Stehplatz-Tickets als Digitale Tickets. Man bekam eine SMS mit einer URL und/oder einem QR Code. iPhone Besitzer konnten sich das Ticket auch aus der Eventim-App heraus in die Wallet übertragen. Das ist natürlich nun nichts, was man spontan sammeln kann. Ich habe mir von den Digitalen Tickets Screenshots gemacht und diese auf Fotopapier in Scheckkartengröße ausgedruckt.

Wristbands

Für die Stehplätze hat U2 seit 2015 Wristbands, ursprünglich eingeführt, um die Stehplätze nach links und rechts trennen zu können. Sie wurden dann aber auch bei normalen Innenraum-Konzerten verwendet.
Diese Papierbänder werden einem beim Zutritt ums Handgelenk gelegt und zugeklebt. Und das Zeug klebt höllisch gut. Beide Enden sind mehrfach gezackt. Damit wird verhindert, dass jemand sein Band auf einen Sitzplatz hochreicht und derjenige dann nach unten gelangt. Mit ganz viel Mühe, Geduld und Knibbelei bekommt man diese Verbindung wieder geöffnet, ohne das Band groß zu beschädigen. Meist ist es eh an einer motivfreien Stelle verklebt. Am Ende hat man also ein etwa 20cm langes Papierband mit Touraufdruck.

Wie sammelt man Tickets richtig?

Da Wände irgendwann mal voll werden, oder man zumindest nach außen hin so ein seriöses Leben führt, dass man nicht mehr unbedingt den Rocker jedem präsentieren muss, der das heimische Wohnzimmer besucht, liegt es nahe, Tickets in einem Ordner zu sammeln.
Sie einkleben wäre jetzt nicht so praktisch, vielleicht möchte man mal umsortieren oder ähnliches.

Einsteckhüllen sind hier durchaus eine praktikable Lösung. Empfehlenswerterweise packt man sie in einen dicken Ringordner, der 4 Ringe hat. Die Hüllen sind schwer und rutschen sonst zusammen, vor allem, wenn sie irgendwann gut gefüllt sind. Vorteil bei dieser Sammellösung: man kann auch weitere Erinnerungsstücke mit wegheften – zum Beispiel ein Programmflyer, Fotos oder ein Autogramm.

Welche Sammelhüllen für welches Ticket?

Nun haben die Eventim-Tickets ein seit Jahren gleichbleibendes Format, welches gefühlt etwas eigen ist. Allerdings – die schicken bunten Eintrittskarten von früher, waren gar nicht soviel anders, sie waren in der Regel nur hochkant bedruckt, vom Format her waren sie fast identisch.
Einzig: heute werden oft die Schnipsel nicht mehr abgerissen, sondern nur die Codes gescannt oder nur ein kleiner Einriß irgendwo gemacht, wodurch sie ihre komplette Breite behalten.

Für diese Tickets, oder auch die von Ticketmaster, sofern man sie auf die Seite legt, kann man Sammelhüllen für Banknoten benutzen.
Diese gibt es wahlweise in glasklar (bestückbar nur von einer Seite, da bei Banknoten in der Regel beide Seiten sichtbar sein sollen) oder aber mit schwarzer oder weißer Zwischenfolie. Ideal sind die Folien mit 3 Fächern, bei denen mit 4 passen die Tickets in der Höhe nicht mehr rein.
Diese Hüllen eignen sich auch sehr gut für DIN-lang-formatige Flyer.
Hier passen in der Regel auch die Wristbands gut hinein, im Zweifel muss man ein kleines Stück vom weißen Teil umknicken.

Collector-Tickets lassen sich gut in Sammelhüllen für Sammelkarten wie man sie von Pokemon und anderen Dingen kennt, sammeln. Hier passen 9 Karten hinein – mit schwarzer Zwischenfolie dann 18, wenn man die Rückseiten nicht sehen möchte (was bei diesen Tickets jedoch Sinn macht).

Sammelhüllen gibt es auch mit 2er Unterteilung (also 2x A5 gewissermaßen) quer, hier kann man dann die noch größeren Dinge unterbringen, oder mal ein Foto. Ebenfalls gibt es 4x “Postkarten”-Größe, da gehen dann schlussendlich die meisten anderen Tickets hinein.

Auf was muss ich bei Sammelhüllen achten?

Das wichtigste ist, dass sie aus PP sind, nicht aus PE. PP ist frei von Weichmachern, die den Tickets schaden können. Auf jeden Fall sollten sie “glasklar” sein, damit der Anblick nicht getrübt ist. Zusätzlich hat es den Vorteil, dass Klebepässe in die Hüllen gesteckt werden können und festkleben, und demnach in zu großen Fächern nicht herumrutschen, aber ohne große Mühe von der glatten Oberfläche wieder entfernt werden können. Ich habe nur 3 Collector-Tickets, die alle nacheinander stattfanden – diese habe ich dann in ein A5 Fach mit Tesa festgeklebt, da ich mir dafür nicht ein Paket Hüllen mit 9 Unterteilungen kaufen wollte.

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Es gibt verschiedene Anbieter, die ein eigenes System fahren – hier entscheidet der persönliche Geschmack. Ich habe mich für neutrale DIN A4 Hüllen in glasklar entschieden, ohne die schwarze Zwischenfolie – diese sind auch günstiger. Einen Ringbuch-Ordner mit 4 Ringen findet man ebenfalls in jedem erdenklichen Design, das einem zusagt. Die Hüllen verfügen in der Regel über die mehrfache Standardlochung und können so überall eingeheftet werden. Vorsicht bei Leuchtturm-Hüllen: Teilweise passen diese wirklich nur in deren eigene Sammelalben!

Bei Hüllen ohne Zwischenfolie hat man den Vorteil, dass man wahlweise die Rückseite frei und damit sichtbar lassen kann. Für manche Events habe ich z.B. kein Ticket, aber dann habe ich einen Tourflyer gehabt, auf dem nun hinten drauf Autogramme sind, manchmal hatte ich auch einen laminierten Pass und einen Klebepass dazu und habe selbigen dann auf den anderen hinten drauf geklebt.

Tickets richtig sammeln

Zusammengefasst:

  • Sammelhüllen aus PP
  • 4fach Ringbuch-Ordner
  • Wallet-Tickets per Screenshot auf Fotopapier bringen
  • Wristbands mit viel Geduld und Spucke von jemandem entfernen lassen
  • kühl, trocken, dunkel lagern (vor allem alte Computertickets)

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