Konzertfotos archivieren: Fotobücher

Über die Jahre habe ich natürlich zigtausende Bilder angesammelt. Und eigentlich verstaubt alles auf der Festplatte und man sieht es sich nie an. Daher habe ich dann angefangen, Fotobücher zu erstellen. Vor 15 Jahren gab es da noch nicht ganz so viele Anbieter wie heute, weshalb ich dann auch bei meinem ersten Anbieter vorrangig geblieben bin. Denn auch heute überzeugt er mich qualitativ immer noch am meisten.

Wie erstellt man ein Fotobuch aus Konzertfotos?

Wichtig ist, dass man die Bilder vorher bearbeitet. Hier ist ein RAW die beste Ausgangslage, damit man mehr Möglichkeiten hat. Vor allem sollte man sie entrauschen. Rauschen ist das grisselige bzw. die Pünktchen, die entstehen, wenn man mit hohen ISO Werten fotografiert, was man im Konzert in der Regel tut. Die NIK Collection wurde von Google in einer früheren Version gratis freigegeben, der hier enthaltene Dfine Filter entrauscht wirklich hervorragend, ohne dabei zuviele Bilddetails zu zerstören. Beim Entrauschen wird das Bild immer etwas “weichgespült”, der Filter findet jedoch den perfekten Mittelweg. Gern darf man die Sättigung etwas hochdrehen, da der Druck grundsätzlich weniger Leuchtkraft hat, als auf einem Monitor.

Zum endgültigen Erstellen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Anbieter haben in der Regel alle Gestaltungssoftware, die man sich herunterladen kann. Bei meinem bevorzugten Anbieter Pixopolis findet man jedoch auch im “Profi-Service” die Vorlagen für die jeweiligen Seiten. So erstelle ich die einzelnen Seiten im Photoshop und speichere diese dann ab. Diese kann man dann in die Software einfügen, oder per FTP Upload direkt an den Anbieter übergeben. So kann ich die Seiten ganz nach meinem Belieben erstellen, mit Texten, Bildeffekten, Rotation und verschiedenen Hintergründen. Auch Bildausschnitte sind bei genug Auflösung hier natürlich ganz einfach möglich.

Wo bekommt man Fotobücher?

Mittlerweile gibt es Anbieter wie Sand am Meer. Die Drogerien nutzen hierbei alle den CEWE Fotoservice. Ich bin bei Fotos sehr kritisch und finde den Druck vom CEWE Labor nicht besonders toll. Gute Drucke bekommt man hingegen bei Anbietern, die sich auf so etwas spezialisiert haben. Pixopolis, Fotobuch.de und auch PosterXXL wären hier zu nennen. Leider sind sich die Anbieter in Sachen Format nicht einig. So ist das A4 Fotobuch von PosterXXL 1cm höher als das von Pixopolis.

Was für Vorteile hat ein Fotobuch?


Man könnte argumentieren, dass es doch viel billiger ist, sich Abzüge machen zu lassen und sie in ein Album oder Ordner zu kleben. Das ist richtig. Ist aber auch zeitaufwendig und wirklich schön ist es am Ende eben auch nicht. Das hat mich zu analogen Zeiten schon immer gestört.
Ein Fotobuch bekommt auf weniger Raum mehr Bilder unter und vor allem lassen sich verschiedene Formate und Größen viel leichter kombinieren. Dazu kann man noch andere Dinge einscannen wie Setlists, Konzerttickets oder das Plektrum, was man geschenkt bekommen hat oder ein Autogramm.

Die Fotobücher nehme ich tatsächlich viel öfter in die Hand zum Ansehen, als die dicken alten Ordner, die ich noch von ein paar anderen Tourneen habe. Die stehen halt im Schrank und stauben vor sich hin, weil sie groß, unhandlich und schwer sind. Da macht das Blättern keinen Spass. Ein Fotobuch ist handlicher und macht schon von aussen viel mehr her. Das zeigt man natürlich auch viel lieber anderen Leuten. Denn hier wählt man mit Bedacht die schönsten Bilder aus und bearbeitet sie, so dass sie wirklich gut aussehen.
Den Platz, den 3-4 Ordner einnehmen, kann man auch für 20 Fotobücher aufwenden. Sieht auch im Regal viel schöner aus :)

Kann ich alle Fotos dafür verwenden?

Nein. Gerade bei Smartphone-Fotos sollte man sie wirklich vorher sehr kritisch am Rechner betrachten. Oftmals sieht man erst dort, dass sie unscharf, verwackelt oder extrem verrauscht sind. Auch eine Kompaktkamera kriegt es nicht immer hin, gute Fotos zu machen. Hat man dann kein RAW Format, kann man viele Bilder nicht mehr ausreichend bearbeiten, dass sie auch gedruckt gut aussehen.
Meine Empfehlung wäre daher, sich erstmal ein kleines, preiswertes Buch zu machen, um auszutesten, wie man die Fotos am Besten bearbeitet und welche man zukünftig wählen sollte. Auch der Monitor des Computers spielt hier eine ausschlaggebende Rolle. Meine Monitore sind natürlich kalibriert und per DVI/DisplayPort angeschlossen, was der natürlichen Farbwiedergabe am nächsten kommt. Bei Laptop-Displays oder HDMI-Monitoren ist die Farbausgabe wieder gänzlich anders, selbst bei sehr hochwertigen Geräten.

Freude machen

Ganz toll eignen sich die Bücher natürlich, um sie zu verschenken. Wenn du mit Freunden im Konzert warst, habt ihr nachher alle eine schöne Erinnerung im Regal stehen. Und wenn ihr zusammensitzt und gemeinsam durchblättert, werden Erinnerungen wieder lebendig.

Ich persönlich finde Fotobücher mit die schönste Möglichkeit, um Konzerterinnerungen aufzuheben.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*